ESG, wie bitte?

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Ohne Frage ist Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Themen des diesjährigen Jahrhunderts. Der Klimawandel, eine wachsende Weltbevölkerung, Ressourcenverschwendung … die Liste an Herausforderungen ist lang. Zum Glück gewinnt Nachhaltigkeit auch in der Investment-Welt immer mehr an Bedeutung. In diesem Zusammenhang hört man immer häufiger von ESG-Kriterien. Aber was ist das eigentlich genau?

Die ESG-Kriterien

ESG setzt sich aus den englischen Anfangsbuchstaben Environment, Social und Governance zusammen. Ins Deutsche übersetzt bedeuten diese Begriffe Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Aber der Reihe nach.

Umwelt: Hier wird berücksichtigt wie stark ein Unternehmen die Umwelt mit seinem Werken belastet. Indikatoren dafür sind unter anderem die Emission von Treibhausgasen, Energieverbrauch und Biodiversität. Unternehmen, die hier Vorreiterrollen einnehmen und umweltbezogene Themen stärker in ihre Entscheidungen einbeziehen, können langfristig nicht nur an Bedeutung gewinnen, sondern helfen auch aktiv dabei die Umwelt weniger stark zu belasten.

Soziales: Fair Play soll es nicht nur im Sport geben! Gesellschaftliche Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz, Verbot von Kinderarbeit, transparente Lieferketten und ein positives gesellschaftliches Engagement stehen hier im Vordergrund. 

Unternehmensführung: “Die Menschenwürde ist unantastbar” steht im deutschen Grundgesetz. Der Begriff der Unternehmensführung geht in eine ähnliche Richtung und bezieht sich auf Menschenrechte, Anti-Korruptionsmaßnahmen, Chancengleichheit und Unternehmenstransparenz.

Implikationen auf das Anlageverhalten

Damit Unternehmen aber nicht nur sagen, sie würden sich bei den ESG-Kriterien besser aufstellen und um mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen, gibt es sogenannte Ratingagenturen, die Unternehmen auf ihre ESG-Faktoren prüfen und bewerten. Das unterstützt Investor*innen bei ihrer Entscheidungsfindung und übt Druck auf diejenigen Unternehmen aus, die in diesen Ratings besonders schlecht abschneiden.

ESG ist jedoch mehr als ein reines Konzept oder eine Bewertungsschablone. Denn die steigende Sensibilisierung dem Thema Nachhaltigkeit gegenüber kann zu einer positiven Kettenreaktion führen. Wir Konsument*innen fragen immer häufiger Produkte und Dienstleistungen nach, die das Thema Nachhaltigkeit stärker berücksichtigen. Dies wiederum führt dazu, dass Investor*innen immer häufiger von Unternehmen verlangen sich nachhaltiger aufzustellen, da ihre Kundschaft sonst abwandert. Unternehmen sind am Erfolg der Firma interessiert und richten sich nicht immer ganz uneigennützig danach aus.

ESG ist nicht alles, aber ein Schritt in die richtige Richtung

Auch wenn der ESG-Ansatz nicht alle Probleme lösen kann, weil Unternehmen nicht gezwungen sind sich nach diesen Kriterien auszurichten oder sich auch besser darstellen zu versuchen, als sie es sind, ist er ein Schritt in die richtige Richtung. Davon sind wir auch bei UnitPlus überzeugt. Daher setzen sich alle UnitPlus Portfolios ausschließlich aus ETFs zusammen, die ESG-Kriterien erfüllen. Viele von unseren ETFs gehen mit dem Socially Responsible Investment, also einer gesellschaftlich verantwortliche Kapitalanlage, sogar noch einen Schritt weiter. Dadurch sind unser Portfolios mit einem ESG-Rating des Unternehmens MSCI von 8,2 von 10,0 überdurchschnittlich gut in der Rubrik Nachhaltigkeit aufgestellt. 

So arbeitet dein UnitPlus Portfolio nicht nur für deine eigene Zukunft, sondern tun dies auch umweltverträglicher und damit zukunftsfähiger.

Fabian Mohr