UnitPlus wünscht ein Frohes neues Jahr

September 30, 2025

Jan. 2026

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2 Min

3 min

Was Sie 2026 von den Kapitalmärkten erwarten können

Das vergangene Jahr war alles – nur nicht langweilig. Geopolitische Spannungen, überraschende Marktbewegungen und vor allem ein rasanter technologischer Fortschritt haben die Kapitalmärkte geprägt. Besonders ein Thema stach dabei heraus: Künstliche Intelligenz (KI).

Doch was bedeutet das für Anlegerinnen und Anleger im Jahr 2026? Welche Trends bleiben bestehen, wo entstehen neue Risiken – und wo ergeben sich Chancen jenseits der bekannten Tech-Giganten?


Wo spielt sich das Wachstum ab? Bei der Infrastruktur des KI-Booms 

Die Kapitalmärkte der letzten Jahre wurden stark von einem einzigen Megatrend dominiert: Künstliche Intelligenz. Was ursprünglich als evolutionäre Weiterentwicklung der Halbleiterindustrie begann, hat sich zu einer beispiellosen Konzentration von Marktmacht entwickelt.

Unternehmen wie NVIDIA, TSMC und ASML sind längst nicht mehr nur Zulieferer. Sie bilden das technologische Fundament der gesamten KI-Wertschöpfungskette – von Chipdesign über Fertigung bis hin zur hochspezialisierten Lithografie. Gemeinsam mit den großen US-Hyperscalern (Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta) haben sie einen strukturellen Wettbewerbsvorteil aufgebaut, der kaum kurzfristig angreifbar ist.

Seit dem Start von ChatGPT im Jahr 2022 entfielen auf rund 42 direkt KI-bezogene Unternehmen zwischen 65 % und 75 % des gesamten Gewinnwachstums, der Umsatzdynamik und der Investitionen des S&P 500. Die Marktkapitalisierung der vier Hyperscaler plus der drei führenden Halbleiterunternehmen stieg in wenigen Jahren von rund 3 Billionen auf etwa 18 Billionen US-Dollar. Die folgende Grafiken veranschaulichen diese Entwicklung:



USA vs. Europa: Warum der Markt so unausgewogen wirkt

Diese Konzentration spiegelt sich auch auf makroökonomischer Ebene wider: In den vergangenen Quartalen entfielen rund 40–45 % des gesamten US-BIP-Wachstums auf den Technologiesektor.

Für europäische Anleger ist das besonders relevant. Ohne die starke Performance US-amerikanischer KI-Aktien hätte der S&P 500 im Vergleich zu Europa, Japan und China deutlich schwächer abgeschnitten. Der relative Vorsprung der USA basiert damit nahezu vollständig auf dem KI-Sektor – während große Teile des breiten Marktes kaum davon profitiert haben.

Energie und Kapital: Die kritischen Faktoren des KI-Zeitalters

Der technologische Vorsprung der großen KI-Unternehmen ist real. Gleichzeitig entstehen neue strukturelle Abhängigkeiten. Zwei Faktoren rücken dabei in den Fokus: Energieversorgung und Finanzierungsmodelle.

Der globale Strombedarf steigt deutlich – getrieben durch Digitalisierung, Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Gleichzeitig befinden sich viele Volkswirtschaften mitten im Umbau ihrer Energiesysteme. Energie wird damit wieder zu einem strategischen Produktionsfaktor.

Für 2026 bedeutet das:

  • steigender Investitionsbedarf in Netze, Speicher und Erzeugung

  • höhere Bedeutung von Versorgungssicherheit

  • zunehmende Unterschiede zwischen Regionen und Unternehmen

Unternehmen mit stabilem Zugang zu bezahlbarer Energie sichern sich klare Wettbewerbsvorteile. Für Anleger eröffnen sich Chancen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette – von Infrastruktur über Versorger bis hin zu spezialisierten Zulieferern.



KI skaliert – und mit ihr der Kapitalbedarf

Lange Zeit finanzierten die großen Technologieunternehmen ihre Investitionen nahezu vollständig aus dem operativen Cashflow. Gerade die führenden KI-Akteure galten als schuldenarm und extrem kapitalstark. Doch mit dem rasanten Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur verändert sich dieses Bild.

Der Grund ist einfach: Die Investitionsvolumina erreichen inzwischen eine Größenordnung, bei der selbst sehr hohe laufende Cashflows nicht mehr ausreichen, um Wachstum flexibel zu finanzieren. Deshalb verlagert sich ein Teil der Finanzierung zunehmend auf die Schuldenmärkte.

Zwei Beispiele verdeutlichen diesen Trend:

  • Oracle finanziert den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur für OpenAI zunehmend über Fremdkapital.

  • Meta hat für sein Hyperion-Rechenzentrum in Louisiana eine Zweckgesellschaft (SPV) gemeinsam mit Blue Owl gegründet. Über dieses Vehikel wurden rund 27 Milliarden US-Dollar an Investment-Grade-Schulden aufgenommen.

Diese Finanzierungsmodelle entkoppeln Großprojekte vom operativen Geschäft und verschieben Risiken teilweise auf die Kapitalmärkte. Auch wenn die Bilanzwirkung begrenzt ist, zeigt sich ein klarer Trend: Der KI-Ausbau wird nicht mehr ausschließlich aus Cashflows finanziert. Damit werden Zinsen, Refinanzierungskosten und Kapitalmarktzugang auch für die Tech-Giganten zu relevanten Risikofaktoren.

Halbleiter Abhängigkeit als systemisches Marktrisiko

Die Achillesferse der KI-Wertschöpfungskette ist Taiwan. Die Insel produziert einen überwältigenden Anteil der weltweit fortschrittlichsten Chips – eine monopolartige Abhängigkeit mit enormem geopolitischen Risikopotenzial.

China verfolgt das strategische Ziel, ein eigenes Halbleiter-Ökosystem aufzubauen. Massive staatliche Subventionen treiben diesen Prozess voran. Zwar erzielen chinesische Unternehmen zunehmend Fortschritte, insbesondere bei spezialisierten Chips, doch bei Hochleistungs-Rechenleistung bleibt der Abstand zu den führenden westlichen Anbietern erheblich.

Entscheidend ist weniger der technologische Wettlauf als die strukturelle Abhängigkeit von Taiwan. Ein Großteil der weltweit fortschrittlichsten Chips wird dort gefertigt.

Oft wird die Situation mit der früheren Abhängigkeit Europas von russischer Energie verglichen – doch dieser Vergleich greift zu kurz. Während Energie mittelfristig aus anderen Quellen bezogen werden konnte, existieren für hochmoderne Halbleiter derzeit keine kurzfristigen Alternativen. Diese technologische Verwundbarkeit sitzt tiefer und ist zeitlich schwerer aufzulösen. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen China und Taiwan – von militärischen Manövern bis zu wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen – verschärfen das Risiko für 2026 massiv. Ein Konflikt oder eine Blockade hätte unmittelbare Folgen:

  • Einbruch globaler Lieferketten

  • Stillstand industrieller Produktion

  • Explodierende Inflation und einbrechende Unternehmensgewinne

Für Anleger bedeutet das: Geografische Diversifikation und die Resilienz der Lieferketten werden 2026 zu den alles entscheidenden Bewertungskriterien.



Fazit für 2026: Ein komplexes Umfeld erfordert aktives Management

2026 bleibt geprägt von der Dominanz der Künstlichen Intelligenz – jedoch mit einem differenzierteren Blick auf die damit verbundenen Risiken. Energieversorgung, Finanzierung und Geopolitik rücken stärker in den Fokus und entscheiden zunehmend über die Nachhaltigkeit des Wachstums.

Für Anleger bedeutet das nicht, sich vom KI-Trend abzuwenden, sondern ihn bewusst und aktiv zu steuern.

Genau hier setzt UnitPlus an. Mit aktiv gemanagten ETF-Portfolios in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern wie J.P. Morgan Asset Management und Goldman Sachs Asset Management erhalten Anleger Zugang zu professionellen Strategien, die auf ein komplexes Marktumfeld wie 2026 ausgerichtet sind.

Ob mit einem reinen Aktienportfolio wie AktienPlus oder einer ausgewogenen Lösung wie MultiPlus: UnitPlus verbindet aktives Management, Transparenz und tägliche Verfügbarkeit – damit Chancen genutzt und Risiken kontrolliert gesteuert werden können. 

Oussama Aissani

UnitPlus Anlageexperte

UnitPlus Anlageexperte

Investieren ist mit Risiken verbunden, einschließlich eines möglichen Verlusts des investierten Geldes. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für die künftige Wertentwicklung. Wir bieten keine Steuerberatung an. Die Anleger*innen werden aufgefordert, ihren persönlichen Steuerberater zu konsultieren. Alle gezeigten Grafiken dienen nur der Veranschaulichung und ähneln möglicherweise nicht dem tatsächlichen Produkt. Wir stützen uns auf Informationen aus verschiedenen Quellen, die wir für zuverlässig halten, können jedoch nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen garantieren. Außerdem sind sie nicht als Angebot, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von bestimmten Wertpapieren zu verstehen.

© UnitPlus InnoInvest GmbH 2026

Entwickelt und gehostet in Deutschland

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