Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Cash Management

Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Cash Management
Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten rückt sicherheitspolitische Risiken, mögliche Störungen globaler Lieferketten, sowie steigende Energiepreise in den Fokus der Finanzmärkte. Für Unternehmen ergeben sich daraus unmittelbare Implikationen für Liquiditätssteuerung und Risikomanagement.
Zunehmende Inflationsrisiken
Über die Straße von Hormus werden täglich rund 20 % der weltweiten Öllieferungen transportiert. Die Golfstaaten produzieren zudem etwa 17–20 % der globalen Erdgasmenge. Entsprechend sensibel reagieren die Rohstoffmärkte auf geopolitische Spannungen.
Der Ölpreis (Brent) ist seit Jahresbeginn um rund 35 % gestiegen; allein die jüngste Eskalation führte innerhalb weniger Tage zu einem Anstieg von knapp 20 %. Steigende Energiepreise und potenzielle Lieferkettenstörungen erhöhen den Inflationsdruck.
Nachdem die Inflationsrate in Deutschland im Februar 2026 mit 1,9 % im Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB) lag, könnten anhaltend hohe Energiepreise die Teuerungsrate wieder spürbar erhöhen. Heute veröffentlichte Inflationsdaten für den Euroraum lagen mit 1,9 % bereits über den Erwartungen.
Kapitalmärkte und Zinsentwicklung
EZB-Chefvolkswirt Philip Lane verwies kürzlich auf das Risiko, dass ein länger andauernder Konflikt im Nahen Osten zu einer Kombination aus schwächerem Wirtschaftswachstum und höherer Inflation führen könnte, einem stagflationären Umfeld.
Sollten sich höhere Inflationserwartungen verfestigen oder geldpolitische Straffungen erforderlich werden, dürfte dies auch zu steigenden Renditen am Geld- und Anleihemarkt führen. Für Unternehmen bedeutet ein höheres Zinsumfeld bei gleichzeitig höherer Inflation grundsätzlich einen stärkeren Wertverlust der liquiden Mittel, insbesondere wenn diese auf gering verzinsten Bankkonten liegen. Für eine optimale Liquiditätssteuerun in Krisenzeiten sind klassische Bankkonten daher weniger geeignet. Bei UnitPlus Business partizipieren Unternehmen im Rahmen ihres Liquiditätsmanagements direkt an steigenden Geldmarktzinsen. In einem Umfeld höherer Leitzinsen erhöht sich entsprechend auch das Ertragspotenzial auf nicht operativ gebundene Liquidität.
Sicherheit und Diversifikation in Krisenzeiten
In Phasen erhöhter systemischer Risiken ist regelmäßig zu beobachten, dass Marktteilnehmer Mittel aus klassischen Bankeinlagen abziehen und stärker diversifizieren. Kapitalflüsse in Geldmarkt- und Anleiheprodukte nehmen insbesondere dann zu, wenn Unsicherheit über die Stabilität einzelner Finanzinstitute oder ganzer Systeme besteht.
Das zugrunde liegende Motiv ist die rechtliche und wirtschaftliche Trennung des Vermögens vom bilanziellen Risiko einzelner Banken. Auf diesem Prinzip basiert auch UnitPlus Business und schützt die Gelder auch oberhalb der Einlagensicherung als Sondervermögen vor Bankinsolvenzen.

Fazit: Stabilität als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung
Die Dauer und weitere Entwicklung des Iran-Krieges sind derzeit schwer absehbar. Umso wichtiger ist ein strukturiertes und resilient ausgestaltetes Cash Management. Eine klare Liquiditätsstrategie sowie der Zugang zu marktgerechten Renditen auf nicht benötigte Mittel tragen dazu bei, operative Stabilität zu sichern und unternehmerische Handlungsfähigkeit auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Marktphasen zu erhalten.

Fabian Mohr

